5 echte Highlights auf der Insel Karmøy

Wer auf einem Städtetrip in Haugesund unterwegs ist, wird an der Insel Karmøy sehr wahrscheinlich nicht vorbeikommen. Und das liegt nicht nur daran, dass sich der Flughafen von Haugesund auf der Insel befindet!

Karmøy gehört zum erweiterten Stadtgebiet Haugesunds und ist mit zwei Brücken über den Karmsund mit der Stadt verbunden. Der Weg über die Brücken lohnt sich: Es gibt viel zu entdecken auf Karmøy!

Ich bin an zwei Tagen mit dem Auto auf Karmøy unterwegs gewesen und habe mir die wichtigsten Highlights und Sehenswürdigkeiten angeschaut.

Die größten Highlights und Sehenswürdigkeiten auf Karmøy

Avaldsnes: Olavskirche und Wikingerdorf

Sehenswürdigkeiten Karmøy Wikingerhof AvaldsnesKommt man vom Zentrum Haugesunds aus nach Karmøy, weht einem gleich zu Beginn ein kräftiger Hauch norwegische Nationalgeschichte um die Nase. Die Ortschaft Avaldsnes ist berühmt dafür, dass sich hier vor weit über 1000 Jahren der erste norwegische Königshof befand.

Schon von weitem sieht man den steinernen Kirchturm der Olavskirche (oder: Sankt-Olav-Kirche), die dem norwegischen König Olav II. Haraldson gewidmet ist. Fun Fact zu ihm: Während er zu Lebzeiten noch “Olav der Dicke” genannt wurde, wurde er später heilig gesprochen und seitdem “Olav der Heilige” genannt – wenn das kein Aufstieg ist!

→Hier geht’s zu meinem Bericht aus Avaldsnes!

Direkt neben der Olavskirche steht das Museum “Nordvegen Historiesenter”. Dort lernt man, wieso der Karmsund einst der wichtigste Weg nach Norden (Nord-Vegen) war und wie Avaldsnes zu einem der bedeutendsten Plätze Norwegens wurde.

Geht man noch ein Stückchen weiter gelangt man über eine Brücke nach Bukkøy – technisch gesehen eine winzige Nachbarinsel von Karmøy. Bukkøy ist ein einziges Freilichtmuseum, das einen in die Zeit der Wikinger führt. Mitten auf der Insel befindet sich der Wikingerhof Avaldsnes mit mehreren Langhäusern. Wenn man Glück hat, kann man hier noch auf echte Wikinger treffen!

Skudeneshavn

Skudeneshavn Altstadt KarmøyAn der Südspitze von Karmøy liegt das Hafenstädtchen Skudeneshavn. Im 19. Jahrhundert gelangte man hier durch Heringsfischerei und als wichtiger Segelboothafen zu Reichtum – und das sieht man der Altstadt auch heute noch an!

Die meisten der kleinen, weißen Holzhäuschen im Zentrum von Skudeneshavn liegen direkt am Wasser. Man sieht den Häusern an, wo sich das Leben hier ursprünglich abspielte: Die Haupteingänge zeigen zum Hafen und seinen Seitenarmen. Statt Parkplätzen befinden sich vor den Häusern Stege und Anlegestellen, vor denen auch heute noch Segel- und Ruderboote festgemacht sind.

Ein kleiner Geheimtipp: Im Sommer (Juni bis August) kann man sich an der Touristeninformation gratis (!) eines dieser Ruderboote ausleihen!

Allerdings wurde Skudeneshavn zu “Norwegens Sommerstadt” ernannt, so dass es zu dieser Zeit recht voll werden kann. Deshalb sollte man sich das Boot vorher reservieren – mehr Infos gibt’s hinter diesem Link (norwegisch, aber die wichtigste Info ist die Telefonnummer oben).

Zu Fuß kann man die schmalen und verwinkelten Gassen von Skudeneshavn entweder auf eigene Faust oder mit einem Guide vom Museum im Mælandsgården (Kontakt) erkunden.

Jährlich im Juli findet das Skudefestivalen statt (das nächste Mal vom 4.-7. Juli 2019), das sich um norwegische Küstenkultur (Bootsbau, Fischfang, Essen) dreht, bei dem aber auch jede Menge Konzerte in Skudeneshavn stattfinden.

Traumstrand #1: Sandvesanden

Karmøy Sehenswürdigkeiten Sandvesanden StrandDas Meer in allen Schattierungen zwischen türkis und marineblau, mächtige Wellen rollen auf den weißen Sandstrand, der zwischen zwei hohen Felsformationen liegt – wenige Kilometer nordwestlich von Skudeneshavn liegt mit Sandvesanden einer der schönsten Strände Skandinaviens!

Im Wasser kann man hier Wellenreiter, Kite- und Windsurfer beobachten, im feinen Strandsand wurzeln Gräser und zwischen den Felsen blühen Strandblumen in allen Farben. Ein kleiner Bachlauf fließt über den Strand und mündet in der Brandung.

Wenn man sich auf die einstellt, kann man hier bei schönem Wetter auch baden gehen. Bei schlechtem Wetter setzt man sich in einen der bunten Strandstühle oder lässt bei einem Strandspaziergang die Elemente auf sich wirken.

Ein Besuch an diesem Traumstrand lohnt sich auf jeden Fall!

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Traumstrand #2: Åkresanden

Akresanden Strand KarmøyFährt man weiter auf der Inselstraße nach Norden Richtung Åkrehavn, wartet dort die nächste Strandperle Karmøys: Åkresanden ist weitläufiger und im weißen Sand liegen an einigen Stellen runde Felsen verstreut.

Die liegen auch im Wasser und bilden so kleine Inselchen, die den Strand schützen. Deshalb kommen hier nicht so starke Wellen rein wie in Sandvesanden, das Wasser ist flach und der Strandsand perfekt zum Burgenbauen – im Sommer ein echtes Paradies auch für Familien! Bei den richtigen Winden fühlen sich aber auch Kite- und Windsurfer wohl hier.

Nach dem Strandbesuch kann man noch am Hafen des Fischerortes Åkrehavn um die Ecke entlang bummeln und sich in einem der Restaurants und Cafes stärken.

Neben dem Hering sind die Inselbewohner Karmøys übrigens besonders stolz auf ihre “Kanutta-Pølse” – eine gegrillte Wurst im Brötchen mit Senf, Ketchup und brauner Zwiebelsoße. Das Original gibt’s im unscheinbaren, weißen Imbiss “Kanutta” im Rådhusvegen (Tipp: In echtem Karmøyer Imbiss-Norwegisch bestellt man „Ei med alt“ – „Eine mit allem“).

Karmøys Leuchttürme entdecken

Leuchttum Mortholmen Fyr Karmøy SehenswürdigkeitenWas schon die Wikinger wussten, ist auch heute noch wahr: Hier am Karmsund treffen sich die Schiffe auf ihrem Weg nach Norden. Dementsprechend viele Leuchttürme gibt es auf und um Karmøy.

Einige von ihnen stehen auf Felsen oder kleinen Inselchen vor Karmøys Küste, andere stehen direkt am Strand. Viele von ihnen sind schon lange nicht mehr in Benutzung, trotzen aber noch immer den Nordseestürmen. Mehrere Leuchttürme kann man ganz einfach über eine Leiter besteigen und den Ausblick auf das Meer genießen.

Ein schöner kleiner Ausflug führt zum Beispiel zum Leuchtturm “Mortholmen Fyr”. Er steht auf der kleinen Insel Mortholmen vor der Küste von Åkrehavn. Die Insel ist aber über eine Mole mit dem Land verbunden, so dass man sie trockenen Fußes erreicht.

Den kleinen Leuchtturm kann man besteigen und hat einen tollen Ausblick auf eine Menge weiterer Inseln und abends auf den Sonnenuntergang im Meer. Direkt am Leuchtturm steht auch das historische Gebäude einer alten Heringssalzerei. Hier auf dem Gelände finden im Sommer häufig Veranstaltungen wie kleine Konzerte oder Festivals statt.

Mortholmen Sildesalteri KarmøyÜbernachten im Leuchtturm

Es gibt auf Karmøy auch insgesamt drei Leuchttürme, in denen man übernachten kann: Der Leuchtturm Vikeholmen und das Geitungen Fyr liegen beide auf vorgelagerten Inseln an der Südspitze Karmøys vor Skudeneshavn.

Das Høydevarde Fyrhotell liegt ein paar Kilometer südlich von Avaldsnes direkt am Karmsund.

Beim Buchen dieser Unterkünfte muss man jedoch beachten: Es handelt sich bei den Leuchttürmen nicht um klassische und hochprofessionelle Hotelbetriebe. Alle drei Leuchttürme werden von gemeinnützigen Einrichtungen betrieben, um sie für die Zukunft zu erhalten.

Deshalb ist der Buchungsprozess manchmal nicht ganz so komfortabel wie bei großen Hotels. Am einfachsten ist es, direkt bei den Telefonnummern von den Webseiten anzurufen. Dann kann man auch erfragen, wie viel Komfort einen auf den Zimmern erwartet.

Außerdem wichtig: Wie kommt man überhaupt zur Insel? Manchmal muss man einen Motorboottransfer organisieren, denn die Inselchen sind so klein, dass es keinen Fährbetrieb gibt. Dafür ist man für eine Nacht an einem ganz außergewöhnlichen Ort – manchmal ganz für sich allein!

Kanutta Pølse Akrehavn Karmøy

Insel Karmøy 5 Sehenswürdigkeiten

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